Behandlungskonzept "Unter der Gürtellinie": Beckentherapie Bruckmann & Pohltherapie®

Wenn Sie unter chronischen Beschwerden, Schmerzen oder Funktionsstörungen im Bereich des Beckens, des Beckenbodens, der Blase, der Genitalien oder des Rektums leiden, fachärztliche Untersuchungen (z. B. in der Gynäkologie, Urologie oder Proktologie) jedoch bislang ohne klaren Befund geblieben sind oder keine nachhaltige Besserung gebracht haben, sind Sie in der Praxis Bruckmann (in Saarbrücken und Neustadt an der Weinstraße) an der richtigen Adresse.

Mit der Beckentherapie Bruckmann – unserem ganzheitlichen Behandlungskonzept zum bekannten Fach- und Selbsthilfebuch "Unter der Gürtellinie" von Renate Bruckmann (und Co-Autor Tilo Mörgen) – verbinden wir spezialisierte manuelle Beckenboden-Diagnostik mit der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®) und einer gezielten Hormondiagnostik.

→ Praxis-Information zum Mitnehmen: Zu Ihrer Orientierung haben wir einen übersichtlichen Informations-Flyer erstellt, den Sie kostenlos in unserer Praxis erhalten – oder hier direkt als PDF herunterladen können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Behandlungskonzept "Unter der Gürtellinie" & zur Pohltherapie® (hier aufklappen)
Was ist der Zusammenhang zwischen der Beckentherapie Bruckmann und der Pohltherapie®?
Die Beckentherapie Bruckmann (unser Behandlungskonzept "Unter der Gürtellinie") basiert auf der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®) und wurde von Renate Bruckmann speziell für komplexe Beschwerden im Becken-, Beckenboden- und Urogenitalbereich weiterentwickelt. Sie verbindet alle fünf Bausteine der Pohltherapie® – Pandiculations, manuelle Triggerpunktbehandlung, Bindegewebs-/Faszienbehandlung, sensomotorische Übungen und Körperbewusstseinstraining – mit einer spezialisierten äußeren und inneren Beckenbodenuntersuchung sowie bei Bedarf einer bioidentischen Hormondiagnostik.
Bei welchen Beschwerden und Diagnosen hilft das Behandlungskonzept?
Unser Konzept richtet sich an Frauen und Männer mit chronischen Schmerzen, Druckgefühlen oder Funktionsstörungen im Bereich von Becken, Blase, Genitalien oder Rektum – insbesondere dann, wenn fachärztliche Untersuchungen keinen organischen oder bakteriellen Befund ergeben haben. Häufige Diagnosen in unserer Praxis sind CPPS (Chronisches Beckenschmerzsyndrom), Pudendusneuralgie, Vulvodynie, Vaginismus, Coccygodynie (Steißbeinschmerzen), abakterielle chronische Prostatitis, Reizblase, Analfissuren sowie myofasziale Unterbauchschmerzen bei Endometriose.
Wie läuft die innere Beckenbodenuntersuchung ab und tut sie weh?
Die Untersuchung erfolgt äußerst behutsam, langsam und ohne Zeitdruck. Nach der äußeren Abtastung von Bauch-, Hüft-, Gesäß- und Beckenbodenmuskulatur wird die innere Schicht des Beckenbodens vorsichtig rektal (über den Anus) untersucht, da die rektale Schleimhaut wesentlich unempfindlicher ist als die vaginale und der gesamte Beckenboden von dort optimal tastbar ist. Bei Frauen gilt immer: Frauen untersuchen Frauen. Es sind keinerlei Vorbereitungen nötig, und bei Bedenken kann die innere Untersuchung jederzeit auf einen späteren Termin verschoben werden.
Wie lange dauert der erste Termin in der Praxis Bruckmann?
Für den Ersttermin in unserer Praxis in Saarbrücken oder Neustadt an der Weinstraße planen wir 1,5 bis 2 Stunden ein (abhängig auch von Ihrem Anfahrtsweg). In dieser Zeit führen wir die ausführliche Anamnese und die ganzheitliche Untersuchung durch, besprechen Ihren individuellen Behandlungsplan und beginnen bereits direkt mit der ersten manuellen und sensomotorischen Behandlung.
Was kann ich selbst zu Hause tun, um meine Behandlung optimal zu unterstützen?
In der Praxis erhalten Sie ein Kärtchen mit individuell ausgewählten sensomotorischen Übungen (ca. 20 Minuten täglich), die Sie über unseren YouTube-Kanal "die.schmerzexperten" oder die kostenlose App GesundMove abrufen können. Zusätzlich bieten das Buch "Unter der Gürtellinie" sowie unsere spezifischen Online-Kurse zur Selbstbehandlung für Frauen und Männer ein umfassendes Programm für zu Hause.

Was untersuchen wir in der Praxis Bruckmann?

Im Rahmen unseres Behandlungskonzepts prüfen wir sehr genau, ob chronische Verspannungen in Muskulatur und Faszien oder hormonelle Dysbalancen die tatsächlichen Ursachen für Ihre Beschwerden im Becken sind. Nach unserer langjährigen Praxiserfahrung trifft genau das in gut zwei Dritteln aller Fälle zu. Das verlangt nach einer ursächlichen Therapie, die dort ansetzt, wo die Schmerzen und Funktionsstörungen entstehen.

Auch bei ärztlichen Diagnosen wie CPPS (Chronisches Beckenschmerzsyndrom), Pudendusneuralgie, Vulvodynie, Vaginismus, Coccygodynie (Steißbeinschmerzen), Endometriose & Regelschmerzen, abakterieller chronischer Prostatitis, Reizblase oder chronischer Analfissur ist es entscheidend, die Muskeln, Faszien und das Bindegewebe des Beckenbodens sowie der äußeren Becken-, Bauch- und Hüftmuskulatur funktionell zu untersuchen. So können wir präzise feststellen, ob Muskel- und Faszienverspannungen die Auslöser für Ihre Schmerzen, Druckgefühle und Missempfindungen sind.

Beispiele für schonende Untersuchungen ohne Nebenwirkungen und Eingriffe

Druckgefühle an Damm, Blase & Prostata

Wenn Sie unter Druckgefühlen oder Schmerzen im Bereich von Damm und Blase leiden und kein bakterieller Befund in der Prostata oder Blase vorliegt, ist es wichtig, die Muskulatur und Faszien als Verursacher in Betracht zu ziehen. Unsere manuelle Untersuchung ist nicht-invasiv, hat keine Nebenwirkungen und gibt oft erstmals klaren Einblick in die muskulären Ursachen Ihrer Beschwerden.

Unterbauch- & Menstruationsbeschwerden

Haben Sie starke Menstruations- oder Unterbauchbeschwerden und man rät Ihnen vorschnell zu einer Bauchspiegelung (Laparoskopie), um den Verdacht auf Endometriose abzuklären, ist es oft sinnvoll, zuvor Unterbauch und Beckenboden myofaszial untersuchen zu lassen. Das ist schonend, erfordert keine Narkose und verursacht keine Narben.

Die Praxis Bruckmann und Mörgen – Wer wir sind und was wir als Pohltherapeuten können

Renate Bruckmann im Behandlungsraum – Praxis Bruckmann für Beckentherapie und Pohltherapie Unsere Praxis existiert seit weit über zehn Jahren an unseren Standorten in Saarbrücken und Neustadt an der Weinstraße. Als zertifizierte Pohltherapeuten (Therapeuten für die Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl®) sind wir hochspezialisiert auf das Becken und alle muskel- und faszienbasierten Beschwerden darin und "drum herum".

Renate Bruckmann ist Autorin des Standardwerks "Unter der Gürtellinie", das 2020 im Droemer Knaur Verlag erschienen ist und bereits Tausenden Patientinnen und Patienten geholfen hat, unerklärliche Beschwerden im urogenitalen Bereich endlich zu verstehen und aktiv anzugehen. Darüber hinaus bildet Renate Bruckmann manuelle Beckenbodentherapeutinnen und -therapeuten aus Medizin und Physiotherapie aus, leitet Supervisionen sowie Fach-Workshops für Ärztinnen, Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten und hält Vorträge für Betroffene.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen und Ehemann Tilo Mörgen (ebenfalls erfahrener Pohltherapeut, Fachtherapeut für Beckenbeschwerden und Co-Autor) entstand auf der Grundlage des Buches und der jahrzehntelangen Behandlungserfahrung der strukturierte Online-Kurs zum Buch "Unter der Gürtellinie" – spezifisch abgestimmt einmal für Frauen und einmal für Männer. Er ermöglicht Betroffenen, die Inhalte jederzeit im eigenen Tempo anzuschauen und sich durch gezielte sensomotorische Körperübungen und Selbstbehandlungen nachhaltig selbst zu helfen.

Ergänzend zur Behandlung vor Ort bieten wir eine persönliche Online- oder Telefon-Sprechstunde für Patientinnen und Patienten mit weiter Anreise an. Zudem verstärken regelmäßig ausgebildete Therapeutinnen und Therapeuten unser Team, die nach unseren strengen Qualitätsstandards in der Beckentherapie Bruckmann und der Pohltherapie® arbeiten.

Wie ist der Ablauf der ersten Behandlung? Ihr erster Termin bei uns

Auf einen Blick: Was Sie beim Ersttermin erwartet

  • Kennenlernen, Diagnose & erste Therapie: Beim ersten Termin lernen wir uns in Ruhe kennen, führen eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung durch und starten direkt mit der ersten manuellen und sensomotorischen Behandlung.
  • Ihre Unterlagen & Fragen: Sie dürfen gerne ärztliche Vorbefunde oder eigene Notizen mitbringen. Im Mittelpunkt stehen für uns jedoch Ihre aktuellen Beschwerden und wie Sie diese im Alltag erleben. Alle Ihre Fragen sind herzlich willkommen.
  • Zeitrahmen ohne Hektik: Für den ersten Termin nehmen wir uns 1,5 bis 2 Stunden Zeit – je nachdem, wie komplex Ihre Vorgeschichte und wie weit Ihr Anfahrtsweg zu uns ist. Folgetermine sind in der Regel kürzer, richten sich aber ebenfalls flexibel nach Ihrer Anreise.
  • Individueller Behandlungsplan: Am Ende des ersten Termins erhalten Sie eine klare Einschätzung zu den muskulären und faszialen Ursachen Ihrer Beschwerden sowie einen strukturierten Behandlungsplan für das weitere Vorgehen.

1. Ausführliche Anamnese: Ihre Geschichte ohne Zeitdruck verstehen

Ausführliche Anamnese in der Praxis Bruckmann bei chronischen Beckenbeschwerden Zu Beginn Ihres ersten Termins führen wir eine sehr sorgfältige Anamnese durch. Dabei geht es um Ihre persönliche Geschichte und das genaue Verständnis Ihrer Symptome:

  • Wie fühlen sich Ihre Beschwerden genau an (Schmerzen, Brennen, Druck, Fremdkörpergefühl) und wo sitzen sie?
  • Welche Funktionsstörungen (z. B. beim Wasserlassen, Stuhlgang, Sitzen oder in der Sexualität) treten auf?
  • Wann und unter welchen Lebensumständen haben die Beschwerden begonnen?
  • Was verschlimmert die Symptome im Alltag, was verschafft Linderung und welche Therapien wurden bereits versucht?
  • Welche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel nehmen Sie ein und gibt es Hinweise auf hormonelle Dysbalancen?

Durch gezielte Fragen zu Beruf, Sitzgewohnheiten, Sport, Atmung und Stressbelastung gewinnen wir als Pohltherapeuten wichtige Hinweise auf ursächliche Spannungsmuster und Einflussfaktoren. Diese ausführliche Anamnese lohnt sich doppelt: Uns liefert sie den Kompass für eine präzise Untersuchung – und unseren Patientinnen und Patienten tut es erfahrungsgemäß gut, ihre Situation endlich einmal ohne Zeitdruck schildern zu können.

2. Die Untersuchung: Muskulatur, Faszien, Atmung & Beckenboden

Wenn wir Ihre Beschwerden im Gespräch genau verstanden haben, untersuchen wir Sie körperlich. Dabei betrachten wir das Becken nie isoliert, sondern beziehen alle Muskeln und Faszien von Becken, Beckenboden, Unterbauch, Hüfte, Gesäß, Rücken und Atmung mit ein.

Manuelle Untersuchung von Bauch, Becken und Faszien in der Beckentherapie Bruckmann Wir schauen, fühlen und spüren, wie Sie sich bewegen, und ertasten den Spannungszustand (Tonus) Ihrer Muskulatur sowie die Geschmeidigkeit Ihres Unterhautbindegewebes und der Faszien. Beurteilt werden unter anderem die Atembeweglichkeit von Bauch, Brustkorb und Rücken sowie Bewegungseinschränkungen der Hüft- und Beckenmuskulatur.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Untersuchung Ihres Beckenbodens. Das ist weitaus weniger unangenehm, als viele Betroffene im Vorfeld befürchten: Die äußere Schicht des Beckenbodens wird zunächst von außen untersucht. Dazu liegen Sie bequem auf dem Rücken auf der Behandlungsliege, während wir vorsichtig Faszien und Muskulatur im äußeren Bereich abtasten, um genau jene Verhärtungen und Triggerpunkte aufzuspüren, die Ihre Beschwerden auslösen.

Einfühlsame Untersuchung bei Frauen

In unserer Praxis gilt der feste Grundsatz: Frauen untersuchen Frauen. Bei der ersten Untersuchung betrachten wir behutsam auch Haut und Schleimhaut, um eventuelle Gewebeveränderungen oder Hinweise auf einen lokalen Hormonmangel zu erkennen. Die innere Schicht des Beckenbodens wird vorsichtig und einfühlsam rektal (über den Anus) getastet. Dieses Vorgehen hat sich in der Beckentherapie Bruckmann enorm bewährt: Vom Anus aus ist die gesamte Beckenbodenmuskulatur anatomisch optimal erreichbar, und die rektale Schleimhaut ist deutlich weniger schmerzempfindlich als die vaginale Schleimhaut.

Für Sie sind keinerlei besondere Vorbereitungen notwendig; auch eine Menstruation oder ein Tampon stellen kein Hindernis dar. Sie liegen bequem mit Ihrem Schlüpfer bekleidet auf dem Bauch und entspannen sich so gut wie möglich. Die meisten Frauen sagen unmittelbar danach erleichtert: "Es war gar nicht so schlimm!"

Wichtig für Ihr Sicherheitsgefühl: Wenn Sie Bedenken gegen eine innere Untersuchung haben und erst einmal Vertrauen aufbauen möchten, ist das selbstverständlich völlig in Ordnung – wir können die innere Untersuchung jederzeit auf einen späteren Termin verschieben. Wenn Sie sich darauf einlassen können, bringt sie jedoch oft schon im ersten Termin spürbare Erleichterung, weil tiefsitzende Verspannungen direkt erkannt und sanft gelockert werden können.

Schonende Untersuchung bei Männern

Auch bei Männern wird die innere Schicht des Beckenbodens vorsichtig über den Anus untersucht, wofür keinerlei spezielle Vorbereitungen nötig sind. Im Vergleich zu einer typischen urologischen oder proktologischen Untersuchung gehen wir deutlich langsamer, behutsamer und feinfühliger vor, während Sie entspannt auf dem Bauch liegen. Fast alle Männer berichten im Anschluss, dass die Untersuchung weitaus weniger unangenehm war als befürchtet.

Auch hier gilt: Bei Bedenken können wir die innere Tastuntersuchung problemlos auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Für eine exakte Ursachendiagnostik (etwa bei CPPS, Pudendusneuralgie oder abakterieller Prostatitis) ist sie jedoch äußerst wertvoll – und oft fühlt sich das Becken direkt danach schon deutlich freier und leichter an.

Wie geht es nach der Untersuchung weiter?

Unmittelbar nach der Untersuchung besprechen wir mit Ihnen ausführlich unsere Befunde und erstellen Ihren individuellen Behandlungsplan: Welche konkreten Muskel- und Faszienverspannungen haben wir gefunden? Wie steht es um Beweglichkeit und Entspannungsfähigkeit? Erklären diese Befunde Ihre Schmerzen oder Funktionsstörungen schlüssig, und wie sieht der nächste therapeutische Schritt aus?

Gezielte Hormondiagnostik (Speicheltest) bei Bedarf

Sollten sich in der Anamnese oder Untersuchung Hinweise auf ein hormonelles Ungleichgewicht ergeben haben, veranlassen wir in enger Absprache mit Ihnen die passende Diagnostik, um Ihre Geschlechtshormone zu bestimmen – selbstverständlich nur, wenn Sie dies wünschen. Dies geschieht völlig unkompliziert über einen Speicheltest, den Sie in Ruhe zu Hause durchführen können. Nach etwa 10 Tagen liegt uns der Laborbefund vor.

→ Mehr erfahren über unsere Hormondiagnostik und die Therapie mit bioidentischen Hormonen

3. Die Behandlung: Beckentherapie Bruckmann & Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl®

Behandlung in der Beckentherapie Bruckmann – Unter der Gürtellinie, Foto: A. Klein Wir beginnen mit der praktischen Behandlung bereits im ersten Termin, damit sich in Ihrem Körper so rasch wie möglich eine positive Veränderung einstellt. Dabei setzen wir die aufeinander abgestimmten Methoden der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®) und der Beckentherapie Bruckmann ein:

  1. Pandiculations (geführte sensomotorische Bewegungen): Gemeinsam auf der Behandlungsliege leiten wir Sie zu feinen, geführten Bewegungsabläufen an (Pandiculations nach Thomas Hanna und Dr. Helga Pohl) und bringen Sie immer wieder ins bewusste Spüren: Wie liegt das Becken jetzt auf? Wie frei fließt der Atem? Wie leicht lässt sich das Bein bewegen? Pandiculations fühlen sich sehr wohltuend an, werden individuell an Ihre Möglichkeiten angepasst und helfen dem Gehirn, unbewusste Dauerspannungen direkt loszulassen.
  2. Manuelle Triggerpunkt- und Faszienbehandlung: Mit präzisen manuellen Techniken der Pohltherapie® behandeln wir schmerzhafte Triggerpunkte (Myogelosen) in der Muskulatur sowie Verklebungen im Unterhautbindegewebe und in den Faszien. Die punktuelle Behandlung kann anfangs einen sogenannten "Wohlschmerz" auslösen, wird von uns aber immer so dosiert, dass Sie dabei gut entspannen können und niemals gegen den Schmerz verkrampfen.
  3. Verbesserung von Durchblutung & Organfunktion: Durch das Lösen der chronischen Muskel- und Faszienanspannungen vergrößert sich Ihr Bewegungsumfang spürbar. Da nahezu alle Vorgänge im Becken – von der Blasen- und Darmentleerung über die Menstruation bis zur Sexualität – von elastischer Bewegung und freier Durchblutung abhängen, schaffen wir so wieder ein gesundes Umfeld für Ihre Beckenorgane, Nerven und Schleimhäute.
  4. Sensomotorische Körperübungen für zu Hause: Um das in der Praxis Erreichte zu vertiefen, erhalten Sie ein Kärtchen mit individuell ausgewählten Übungen, die Sie jederzeit auf unserem YouTube-Kanal "die.schmerzexperten" sowie in unserer kostenlosen App GesundMove anschauen können. Etwa 20 Minuten tägliches Üben schulen Ihre Sensomotorik, machen Sie schneller schmerzfrei und sparen Ihnen wertvolle Behandlungszeit.
  5. Körperbewusstseinstraining im Alltag: Im abschließenden Gespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Alltagsgewohnheiten in Beruf, Freizeit und Sport – die sogenannten "spannenden Gewohnheiten" (wie das Übereinanderschlagen der Beine, ständiges Baucheinziehen oder Sitzen im Rundrücken). Wir zeigen Ihnen praktisch, wie Sie im Alltag entspannter sitzen, stehen, gehen und atmen.

Was Sie nach der ersten Behandlung beachten sollten

Am Ende der ersten Sitzung fühlen sich viele Patientinnen und Patienten angenehm müde – das ist ein gutes Zeichen dafür, dass das vegetative Nervensystem auf Entspannung umschaltet und der lokale Stoffwechsel angeregt wurde. Am Abend oder am Folgetag kann vorübergehend eine Reaktion ähnlich einem leichten Muskelkater oder eine erhöhte Empfindlichkeit der behandelten Gewebe auftreten. Diese Erst-Reaktion ist völlig unbedenklich und klingt von selbst wieder ab.

Beginnen Sie nun wie besprochen mit Ihren sensomotorischen Übungen und beobachten Sie sich neugierig und wohlwollend im Alltag: Wann spannen Sie unbewusst Beckenboden oder Bauch an? Wie reagiert Ihr Körper auf Stress oder auf ruhige Bauchatmung? Schritt für Schritt gewinnen Sie so die Kontrolle über Ihre Beschwerden zurück – beispielsweise indem Sie lernen, einen plötzlichen Harndrang über die Atmung und Beckenbodenentspannung selbst zu beruhigen.

Folgebehandlungen: Flexibel & individuell auf Ihren Verlauf abgestimmt

In jedem Folgetermin überprüfen wir gemeinsam den bisherigen Fortschritt und passen den Behandlungsplan flexibel an: Was hat sich bereits verbessert? Wo haben Sie im Alltag Spannungen bemerkt, und wie klappt es mit den Übungen? Falls eine hormonelle Begleittherapie Teil Ihres Konzepts ist, beziehen wir auch diese Entwicklung fortlaufend ein. Unser schönstes Ziel ist erreicht, wenn Sie uns berichten, dass Ihre Beschwerden dauerhaft verschwunden sind und wir die Behandlung erfolgreich abschließen können.

Ihr nächster Schritt: Hilfe bei Becken- & Beckenbodenbeschwerden in der Praxis Bruckmann

Wenn ärztliche Untersuchungen keinen organischen Befund ergeben haben, unterstützen wir Sie mit der Beckentherapie Bruckmann und der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® vor Ort sowie zur gezielten Selbsthilfe zu Hause:

1. Behandlung vor Ort & Online-Sprechstunde

Lassen Sie sich durch unsere erfahrenen Pohltherapeuten in Saarbrücken oder Neustadt an der Weinstraße untersuchen und behandeln – oder nutzen Sie unsere persönliche Online-Sprechstunde.

Praxistermin buchen Online-Sprechstunde

2. Selbsthilfe: Buch, Online-Kurse & App

Werden Sie selbst aktiv mit dem Buch "Unter der Gürtellinie" (Renate Bruckmann & Tilo Mörgen), unseren Online-Kursen für Frauen & Männer sowie der kostenlosen App GesundMove.

Zu den Online-Kursen Buch "Unter der Gürtellinie"
Fachliteratur & weiterführende Quellen zum Behandlungskonzept (hier aufklappen)
  • Bruckmann, R. & Mörgen, T. (2020): Unter der Gürtellinie – Unerklärliche Beschwerden im urogenitalen Bereich körpertherapeutisch verstehen und behandeln. Droemer Knaur Verlag, München. ISBN 978-3-426-65864-2. Mehr zum Buch
  • Pohl, H. (2010/2021): Unerklärliche Beschwerden? Chronische Schmerzen und andere Leiden körpertherapeutisch verstehen und behandeln. Knaur MensSana, München.
  • Hanna, T. (2004): Beweglich sein – ein Leben lang: Die heilsame Wirkung körperlicher Bewusstheit (Somatics). Kösel-Verlag, München.
  • Anderson, R. U. & Wise, D. (2012): A Headache in the Pelvis: A New Understanding and Treatment for Chronic Pelvic Pain Syndromes. National Center for Pelvic Pain Research.

Hinweise zum medizinischen Ausschluss