Beckenbodenbeschwerden

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Die Kurse basieren auf meinem Buch „Unter der Gürtellinie“, das 2020 im Droemer-Knaur -Verlag erschien. Kurs und Buch beinhalten fast zehn Jahre Erfahrung in der Behandlung muskulär bedingter Beschwerden im urogenitalen Bereich nach dem Konzept der Pohltherapie® sowie auf dem Buch gemeinsam mit Tilo Mörgen geschrieben: "Rückenschmerzen selbst behandeln mit der Pohltherapie" erschienen 2021 im Droemer-Knaur-Verlag. 

Buch Unter der Gürtellinie von Renate Bruckmann – Beschwerden im urogenitalen Bereich körpertherapeutisch behandelnBuch: Unter der Gürtellinie

Autor(in): Renate Bruckmann

Unerklärliche Beschwerden im urogenitalen Bereich körpertherapeutisch verstehen und behandeln.

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Radiobeitrag im SR3 vom 28.02.2022

renate bruckmann therapeutin

Radiointerview im SR3 vom 28.02.2022 von Renate Wanninger mit der Pohltherapeutin Renate Bruckmann zum Thema
"Hilfe bei Beschwerden im urogenitalen Bereich".

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Menstruationsbeschwerden & Regelschmerzen: Sanfte Therapie in Saarbrücken & Neustadt

Viele Frauen leiden während der Menstruation unter starken Krämpfen, Schmerzen und starken Blutungen. In der Schmerztherapie in unseren Praxen in Saarbrücken und Neustadt an der Weinstraße stellen wir oftmals fest, dass die individuellen Regelschmerzen unserer Patientinnen muskuläre und fasziale Ursachen haben. Genauer handelt es sich dabei um myofasziale Ursachen – also Muskeln (griechisch myos) und Faszien (Bindegewebe), welche so sehr von Dauerkontraktionen betroffen sind, dass starke Krämpfe und Schmerzen entstehen.

Häufige Fragen (FAQ) zu Regelschmerzen, Endometriose & Selbsthilfe (hier aufklappen)
Was sind starke Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) und warum verstärken Muskelverspannungen die Krämpfe?
Starke Regelschmerzen äußern sich durch heftige, krampfartige oder ziehende Schmerzen im Unterbauch, die bis in den unteren Rücken, den Beckenboden oder die Oberschenkel ausstrahlen können. Während der Periode zieht sich die Gebärmuttermuskulatur natürlicherweise zusammen. Wenn die umgebende Bauch- und Hüftmuskulatur, die Faszien und der Beckenboden bereits durch Stress oder Fehlhaltungen chronisch verspannt sind, reagiert das Gewebe auf diese Kontraktionen mit extremen, schmerzhaften Krämpfen.
Wie hilft die Therapie in der Praxis Bruckmann bei Regelschmerzen ohne Medikamente?
Mit der Beckentherapie Bruckmann und der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®) spüren wir Verhärtungen (Triggerpunkte) und verklebte Faszien im Bereich des Unterbauchs, der Hüftbeuger, des Beckenbodens und des unteren Rückens gezielt auf. Durch die manuelle Lösung dieser Blockaden, geführte Bewegungen (Pandiculations) und Übungen für eine freie Bauchatmung wird das Gewebe wieder weich und besser durchblutet, was die Schmerzkrämpfe nachhaltig lindern kann.
Warum bleiben starke Regelschmerzen manchmal selbst nach einer Endometriose-OP bestehen?
Durch jahrelange Schmerzen und den operativen Eingriff selbst geraten die Muskeln und Faszien im Unterbauch und Beckenboden oft in eine hartnäckige Schutzspannung oder bilden Verklebungen. Selbst wenn die sichtbaren Endometriose-Herde bei der Bauchspiegelung entfernt wurden, bleiben diese myofaszialen Verspannungen bestehen und verursachen weiterhin starke Schmerzen – genau hier setzt unsere manuelle Körpertherapie erfolgreich an.
Wie kann ich selbst testen, ob meine Regelschmerzen muskulär oder faszial bedingt sind?
Dazu gibt es zwei einfache Tests (siehe Anleitung weiter unten auf dieser Seite): 1. Pinzettengriff-Test: Rollen Sie eine Hautfalte am schmerzenden Unterbauch zwischen Daumen und Zeigefinger – tut dies deutlich mehr weh als am Unterarm, deutet das auf verklebte Faszien hin. 2. Triggerpunkt-Test: Drücken Sie 60 Sekunden lang ruhig atmend auf einen schmerzhaften Punkt im Unterbauch – lässt der Schmerz danach spürbar nach, handelt es sich um einen muskulären Triggerpunkt.
Was hilft kurzfristig zu Hause – und warum sollte man bei Regelschmerzen kein Aspirin (ASS) nehmen?
Bewährt haben sich Wärme (Wärmflasche oder Wärmepflaster für unterwegs), Magnesiumcitrat (3-mal täglich 150 mg jeweils drei Tage vor bis drei Tage nach der Periode), Himbeerblättertee sowie sanfte Atem- und Entspannungsübungen. Wenn Schmerzmittel nötig sind, hemmen NSAR wie Ibuprofen die krampfauslösenden Prostaglandine. Wichtig: Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS, z. B. Aspirin) sollten eine Woche vor und während der Periode gemieden werden, da sie blutverdünnend wirken und die Blutung verstärken können.

Regelschmerzen ohne Medikamente behandeln

Die Beckentherapie Bruckmann – eine spezialisierte myofasziale Therapie auf Basis der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®), die verspannte Muskeln lockert und verklebtes Bindegewebe (Faszien) löst – kann Ihnen nachhaltig helfen. So lassen sich Regelschmerzen oft ohne Medikamente behandeln: Der verspannte Beckenboden wird entkrampft und Unterleibsschmerzen während der Menstruation werden spürbar gelindert.

1. Was kann man tun gegen Regelschmerzen? (8 bewährte Maßnahmen)

Der erste Schritt ist immer, organische Ursachen durch Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen abklären zu lassen. Ergänzend – oder wenn keine organische Ursache gefunden wird – können folgende Maßnahmen den monatlichen Schmerzen wirksam entgegenwirken:

1. Regelmäßiger Sport & sanfte Bewegung

Wer je starke Regelschmerzen hatte, weiß, dass man damit am liebsten aufs Sofa möchte und sonst wirklich nichts – und das ist im Akutfall auch völlig in Ordnung so. Sport außerhalb der Regel zu betreiben, kann jedoch vorbeugend helfen: Denn regelmäßige Bewegung sorgt für eine gut durchblutete, funktionierende und lockere Muskulatur außen und innen im Becken. Einige Patientinnen berichten zudem, dass sich leichte bis mittlere Schmerzen während der Regel durch sanfte Bewegung wie langsames Joggen, Spazierengehen, Gymnastik oder Yoga bessern. Das ist nicht verwunderlich, verbessert sich doch dadurch die Durchblutung und das Blut kann leichter abfließen, sodass "die Tage" sich sogar oft verkürzen.

2. Yoga & vertiefte Bauchatmung

Sanfte Yogaübungen helfen erstens wegen der genannten Bewegung und tragen zweitens durch gezielte Atem- und Entspannungsübungen zu einer vertieften Bauchatmung und mehr Lockerheit in Becken und Unterbauch bei. Das kommt dem Gewebe während der Menstruation direkt zugute. Außerdem helfen Atemübungen dabei, mit Schmerzwellen besser umzugehen – es ist sinnvoll, sie schon an schmerzfreien Tagen zu üben, damit man während der Periode selbstverständlich darauf zurückgreifen kann.

3. Magnesium (als Magnesiumcitrat)

Es kann sehr hilfreich sein, Magnesium einzunehmen – und zwar drei Tage vor der Periode und noch drei Tage lang darüber hinaus. Das wirkt nicht schlagartig wie ein Schmerzmittel, sondern regulierend über den Zyklus. Da die Einnahme in normaler Dosierung keine Nebenwirkungen hat, lohnt sich ein Versuch: Bewährt haben sich dreimal am Tag je 150 mg Magnesium (drei Tage vor bis drei Tage nach der Periode). Lediglich bei Gesamtdosen von über 500 mg am Tag kann weicher Stuhl oder Durchfall auftreten, der sofort aufhört, wenn man die Dosis reduziert. Achten Sie beim Kauf auf Magnesiumcitrat, da dieses eine besonders hohe Bioverfügbarkeit besitzt. Testen Sie es einfach über ein paar Zyklen!

4. Himbeerblättertee

Bekannt aus der Geburtshilfe, wo er das Gewebe und den Damm geschmeidig machen soll, kann Himbeerblättertee auch in der zweiten Zyklushälfte bis kurz nach der Periode getrunken werden. Er lockert die Beckenmuskulatur, wirkt krampflösend und entspannt die Muskulatur des Uterus. Sein natürlicher Eisengehalt kann zudem helfen, einen Eisenverlust durch die Blutung auszugleichen. Er schmeckt leicht herb (nicht nach Himbeeren), eine Tasse täglich ist aber gut trinkbar und in Reformhäusern, Apotheken oder online erhältlich.

5. Wärme (Wärmflasche & Wärmepflaster für unterwegs)

Dass eine Wärmflasche beim Entkrampfen der Unterbauchmuskulatur hilft, wissen die meisten Frauen. Ein sehr praktischer Tipp für den Alltag: Ein Wärmepflaster (wie es sonst für Nacken- oder Rückenschmerzen eingesetzt wird) vorne auf den Unterbauch bzw. auf die Unterwäsche zu kleben, wirkt genauso wohltuend und ist für unterwegs oder im Beruf eine hervorragende Hilfe.

6. TENS-Gerät

Ein TENS-Gerät (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) gibt sanfte Stromimpulse über Klebeelektroden auf die Haut ab und kann dadurch helfen, akute Schmerzattacken zu überlagern und zu erleichtern. Solche Geräte sind für unter 100 Euro erhältlich. Wichtig zu wissen: Die Anwendung überbrückt den akuten Schmerz meist nur so lange, wie das Gerät eingeschaltet auf dem Unterbauch aufliegt.

7. Schmerzmittel: Worauf Sie unbedingt achten sollten

Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen wirken, indem sie die Synthese von Prostaglandinen (den Gewebshormonen, die für die Gebärmutterkrämpfe verantwortlich sind) hemmen (vgl. Cochrane-Studie, Marjoribanks et al., 2015). Wenn man sie benötigt, ist es oft sinnvoll, sie bereits kurz vor Einsetzen der Periode einzunehmen, damit von Anfang an weniger krampfauslösende Prostaglandine gebildet werden.
Wichtige Warnung: Keinesfalls sollten Sie bei Regelschmerzen Medikamente einnehmen, die Acetylsalicylsäure (ASS, z. B. Aspirin) enthalten (vgl. Berufsverband der Frauenärzte, 2023). ASS wirkt bis zu eine Woche lang blutverdünnend und kann die Menstruationsblutung deutlich verstärken!

8. Manuelle Körpertherapie & Alltagsgewohnheiten

Mit körpertherapeutischen Verfahren wie der Pohltherapie® und der Beckentherapie Bruckmann können chronische Dauerverkrampfungen im Becken und Unterbauch gezielt manuell gelöst werden. Geeignete Übungen gegen starke Regelschmerzen für zu Hause ergänzen die Behandlung. Ebenso wichtig ist es, "spannende Alltagsgewohnheiten" unter die Lupe zu nehmen: Wer ständig mit angezogenen Knien auf dem Stuhl oder Sofa sitzt, den Bauch dauerhaft einzieht oder die Beine chronisch übereinanderschlägt, entwickelt unbemerkt Verspannungen in der Unterbauch- und Hüftmuskulatur, die sich während der Periode massiv bemerkbar machen (vgl. IQWiG / gesundheitsinformation.de, 2023).

→ Direkt-Tipp für zu Hause: Hier geht es direkt zu unserem Online-Kurs gegen Beschwerden "unter der Gürtellinie" speziell für Frauen.

2. Welche Muskeln und Faszien können Regelschmerzen auslösen oder verstärken?

Bei heftigen Regelschmerzen kann nahezu die gesamte Muskulatur "unter der Gürtellinie" verspannt sein. Besonders im Fokus unserer manuellen Untersuchung stehen die folgenden vier Muskel- und Fasziengruppen:

a) Die schrägen Bauchmuskeln & ihre Faszien

Sie bilden die seitlichen muskulären Bauchwände bis in die Flanken und bedecken sogar einen Teil des Rückens. Sie geraten in Dauerspannung bei ständig übereinandergeschlagenen Beinen, verdrehtem Sitzen oder einseitigem Stehen (Stand- und Spielbein). Auch das häufige Tragen von Kleinkindern oder schweren Taschen auf einer Körperseite führt hier oft zu Dauerspannungen und schmerzhaften Triggerpunkten.

b) Die geraden Bauchmuskeln & das Bauchbindegewebe

Sie verlaufen vom Brustkorb (etwa auf Höhe der Brustwarzen) gerade nach unten bis zum Schambein. Ihre Dauerspannung verursacht eine zusammengesunkene Haltung mit Rundrücken und flacher Bauchatmung. Triggerpunkte nahe ihrem Ansatz am Schambein können Unterleibs- und Blasenschmerzen sowie Harndrang auslösen. Auch verfilztes Bindegewebe auf dem geraden Bauchmuskel sendet starke Schmerzreize.

c) Hüftbeuger: Iliopsoas-Muskel & Pectineus

Sie können tiefe Schmerzen im Becken und Unterbauch auslösen, die bis in die Vorderseite der Oberschenkel und in den unteren Rücken ausstrahlen. Typische Auslöser sind langes Sitzen, angezogene Beine oder stundenlanger Schneidersitz. Da der M. iliopsoas direkt neben den Eierstöcken verläuft, fühlen sich seine Verspannungen oft täuschend echt wie Eierstock- oder Darmschmerzen an; der M. pectineus verursacht häufig Schambein- und Leistenschmerzen.

d) Der gesamte Beckenboden

Ein chronisch verkrampfter Beckenboden schmerzt oft schon außerhalb der Periode. Krampfen durch die Prostaglandine zusätzlich die Muskeln und Bänder der Gebärmutter, entstehen extreme Unterleibs- und Genitalschmerzen. Wichtig: Bitte machen Sie hier keine Kegelübungen und kein kräftigendes "Beckenbodentraining"! Ein überlasteter Muskel braucht keine Zusatzaufgabe, sondern gezielte manuelle Lösung, sanfte Bewegung und bewusste Entspannung.

3. Selbsttest: Können verspannte Muskeln und Faszien Ihre Regelschmerzen auslösen?

Wenn Sie herausfinden möchten, ob auch Ihre Regelschmerzen muskulär oder myofaszial bedingt sein können, probieren Sie diese beiden kurzen Tests aus:

  1. Der Pinzettengriff-Test (für Bindegewebe & Faszien):
    Fassen Sie das Gewebe an schmerzenden Stellen außen am Unterbauch, über dem Schambein, in der Leiste oder im Bereich der äußeren Schamlippen vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger (Pinzettengriff). Rollen Sie die Haut- und Unterhautfalte sanft hin und her, ohne sie loszulassen. Tut das deutlich weh? Machen Sie den Vergleich an einer schmerzfreien Stelle, zum Beispiel am Unterarm. Fühlt sich derselbe Griff am Unterarm nur wie ein harmloser Druck an, am Unterbauch jedoch wie ein schmerzhaftes, scharfes Kneifen? Dann wissen Sie, dass verklebtes Bindegewebe (Faszien) an Ihren Schmerzen beteiligt ist.
  2. Der Daumendruck-Test (für muskuläre Triggerpunkte):
    Drücken Sie mit Ihrem Daumen auf eine schmerzende Stelle im Unterbauch und beobachten Sie, ob dies den bekannten Schmerz zunächst leicht verstärkt. Atmen Sie nun langsam und ruhig ein und aus und bleiben Sie mit sanftem Druck für ca. 60 Sekunden auf dieser Stelle. Wird der Schmerz unter Ihrem Finger allmählich weniger? Nehmen Sie den Druck weg und streichen Sie kurz sanft über das Gewebe. Fühlt es sich bereits etwas freier an? Gratulation – Sie haben gerade eigenhändig einen ersten Triggerpunkt aufgespürt und beruhigt!

4. Welche Rolle spielen die Hormone bei starken Regelschmerzen?

Weil die weiblichen Hormone im Zyklus auf den gesamten Körper wirken und nicht nur auf die Gebärmutter, können hormonelle Schwankungen (wie ein Progesteronmangel oder eine Östrogendominanz in der zweiten Zyklushälfte) auch Beschwerden in den Muskeln und Faszien von Unterbauch und Beckenboden auslösen oder massiv verstärken. Dann wirken die Hormone wie ein "Booster" für bestehende Gewebespannungen. In unserer Praxis bieten wir daher ergänzend eine gezielte natürliche Hormonberatung & Speicheldiagnostik an.

5. Endometriose und muskuläre Ursachen für Menstruationsschmerzen

Starke Regelschmerzen können auch auf eine Endometriose zurückzuführen sein. Wie viele Themen "unter der Gürtellinie" waren auch heftige Regelschmerzen lange Zeit ein Tabuthema. Glücklicherweise erfährt die Endometriose in den letzten Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit in Medizin und Öffentlichkeit.

Was ist Endometriose?

Bei der Endometriose siedeln sich Zellen, die der Gebärmutterschleimhaut (Fachbegriff: Endometrium) ähneln, außerhalb der Gebärmutterhöhle an: etwa im kleinen Becken, in der Nähe des Uterus, an den Eierstöcken, auf der Blase, am Darm oder am Bauchfell. Diese Herde reagieren im Monatszyklus ebenfalls auf die Hormone, krampfen und bluten während der Menstruation mit. Das Ergebnis sind oft heftige Schmerzen, die den Alltag massiv einschränken. Im englischsprachigen Raum nennt man die Periode aufgrund solch starker Regelschmerzen oft auch "the curse" (der Fluch).

Symptome & Folgen: Oft erst spät erkannt

Endometriose ist eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen: Rund 15 % der Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen (Aufmuth, 2023), seltener bestehen Symptome auch nach der Menopause. Dennoch vergehen bis zur gesicherten Diagnose oft viele Jahre. Neben starken Regelschmerzen und einer möglicherweise verminderten Fruchtbarkeit (vgl. Berufsverband der Frauenärzte, 2023) können folgende Symptome auftreten (vgl. Universitätsspital Zürich, 2023):

  • Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr
  • Ausgeprägtes Geblähtheitsgefühl ("Endobelly") während der Menstruation
  • Unterbauch- und Bauchschmerzen auch unabhängig von der Regelblutung
  • Ausstrahlende Schmerzen in den unteren Rücken und das Becken
  • Zyklusstörungen (Zwischenblutungen, verlängerte oder verstärkte Blutungen)
  • Auffallende chronische Müdigkeit, Erschöpfung und erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schmerzen oder Blutbeimengungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang während der Monatsblutung

Diagnose, Operation & warum Körpertherapie so wichtig ist

Die Diagnostik umfasst eine detaillierte gynäkologische Anamnese, Tast- und Ultraschalluntersuchungen, MRT sowie neuere Speicheltest-Verfahren; zur sicheren Abklärung und gleichzeitigen Entfernung sichtbarer Herde wird häufig eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt. Klassisch wird Endometriose mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln, hormonellen Therapien, Operationen und komplementären Schmerztherapien behandelt.

Unsere Erfahrung in der Praxis Bruckmann: Nicht selten stellen sich bei uns Frauen mit heftigen Regelschmerzen vor, die bereits eine oder mehrere Endometriose-Operationen hinter sich haben – ohne dass die Schmerzen danach verschwunden sind. Der Grund: Durch die jahrelangen Schmerzreize und die OP-Narben haben sich im Unterbauch und Beckenboden massive myofasziale Dauerspannungen ausgebildet. Ebenso ist es möglich, vor einer geplanten Operation oder begleitend zur ärztlichen Therapie körpertherapeutische Maßnahmen wie die Pohltherapie® und Beckentherapie Bruckmann zu nutzen, um das Gewebe spürbar zu entlasten.

Forschungsblick: Studie zu Fusobakterien bei Endometriose (Muraoka et al., 2023)

Warum sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus ansiedelt, wird intensiv erforscht. Eine japanische Forschungsgruppe (Muraoka et al., 2023, publiziert in Science Translational Medicine) fand in den Endometriumläsionen von mehr als der Hälfte der untersuchten Endometriose-Patientinnen (64 %) ein bestimmtes Bakterium (Fusobacterium), während dieses in der Kontrollgruppe bei weniger als 10 % nachweisbar war. Im begleitenden Mausmodell führte eine gezielte antibiotische Behandlung der Infektion zu einer Rückbildung der Läsionen. Ob sich daraus künftig neue, nicht-hormonelle Therapieansätze für Patientinnen ableiten lassen, wird derzeit in weiterführenden klinischen Studien geprüft.

Kann ich mich auf muskulär bedingte Regelschmerzen untersuchen lassen?

Wir heißen Sie herzlich in unserer körpertherapeutischen Praxis in Saarbrücken oder Neustadt an der Weinstraße (in der Nähe von Mannheim) willkommen. Hier bieten Ihnen unsere erfahrenen Therapeutinnen eine fundierte Einschätzung und Behandlung Ihrer Beschwerden – vor Ort oder zur Selbsthilfe für daheim:

1. Untersuchung vor Ort & Online-Sprechstunde

Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin in Saarbrücken oder Neustadt – oder nutzen Sie bei weiter Anreise unsere persönliche Online-Sprechstunde zum Thema Regelschmerzen & Endometriose.

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2. Selbsthilfe: Online-Kurs für Frauen & Buch

Lernen Sie gezielte Übungen gegen Unterleibs- und Beckenbodenspannungen in unserem Online-Kurs für Frauen, im Buch "Unter der Gürtellinie" sowie in der kostenlosen App "GesundMove".

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Literaturnachweis & wissenschaftliche Quellen zu Regelschmerzen und Endometriose (hier aufklappen)

Hinweise zum medizinischen Ausschluss

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Renate Bruckmann
Heilpraktikerin
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66119 Saarbrücken
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