Beckentherapie Bruckmann & Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl®
Übersicht funktioneller Beschwerdebilder: Wenn ärztlich „nichts zu finden ist“, der Körper aber schmerzt
Viele Patientinnen und Patienten kommen in unsere Praxen in Saarbrücken und Neustadt an der Weinstraße, nachdem sie bereits zahlreiche Facharztbesuche hinter sich haben – oft mit dem Ergebnis: „Organisch ist alles in Ordnung, Ihre Werte sind unauffällig.“ Dennoch bestehen belastende Schmerzen, Druck-, Brenn- oder Fremdkörpergefühle sowie funktionelle Einschränkungen beim Sitzen, Wasserlassen, Atmen oder Bewegen [1, 4]. Mit der Beckentherapie Bruckmann und der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®) sind wir auf die manuelle Tastbefundung und körpertherapeutische Begleitung dieser myofaszial und funktionell mitbedingten Beschwerden spezialisiert [1, 2, 3, 4].
Wichtiger Hinweis zur fachärztlichen Abklärung vorab: Bitte lassen Sie akute oder neu auftretende Beschwerden immer zuerst fachärztlich (z. B. urologisch, gynäkologisch, proktologisch, orthopädisch, neurologisch oder internistisch) untersuchen, um akute Entzündungen, Infektionen oder strukturelle Organerkrankungen sicher auszuschließen. Unsere körpertherapeutische Arbeit versteht sich als funktionelle Begleitung nach erfolgter ärztlicher Diagnostik.
Drei wichtige Punkte zur Orientierung bei funktionellen Beschwerden:
- Ihre Beschwerden sind körperlich real: Auch wenn bildgebende Verfahren (MRT, Ultraschall, Röntgen) oder Laborwerte ohne Befund bleiben, lassen sich bei funktionellen Schmerzen und Missempfindungen häufig deutliche Spannungen in Muskulatur und Faszien manuell ertasten [1, 4, 6].
- Der Körper reagiert als vernetztes Spannungssystem: Durch Fehlhaltungen, Stress, Operationen oder Schonhaltungen entstehen oft körperweite Spannungsketten (sensomotorische Amnesie), weshalb wir neben der Schmerzregion stets auch Atmung, Statik und Alltagsbewegung betrachten [4, 5, 7].
- Aktive Einbindung in den therapeutischen Prozess: Neben der manuellen Gewebearbeit vor Ort unterstützen wir Sie mit sanften Wahrnehmungs- und Bewegungsübungen dabei, erhöhte Grundspannungen im Alltag selbstständig zu regulieren [1, 2, 3].
Wo sitzen Ihre Beschwerden? Klicken Sie auf eine Ziffer (1–12) oder das Beschwerdefeld
Jeder farbige Kreis (1 bis 12) auf der Körpersilhouette sowie die zugehörigen Beschwerde-Felder links und rechts sind direkt anklickbar und öffnen die entsprechende Fachseite:
Das gemeinsame Muster: Chronische Dauerspannungen in Muskulatur und Faszien
Ob ständiger Harndrang ohne Bakteriennachweis, stechende Sitzschmerzen, ein hartnäckiger „Kloß im Hals“, das Gefühl, nicht tief durchatmen zu können, oder chronische Rückenschmerzen: All diese scheinbar unterschiedlichen Beschwerdebilder weisen in unserer täglichen Praxis häufig ein gemeinsames funktionelles Spannungsmuster auf [1, 2, 3, 4].
Durch Fehlhaltungen, anhaltenden Stress, Stürze, Operationen, Narben oder vorangegangene Entzündungen geraten Muskeln und Faszien oft in eine unbewusste Dauerkontraktion (sensomotorische Amnesie) [4, 5]. Das unnachgiebige Gewebe kann Druck auf feine Nerven und Blutgefäße ausüben, den lokalen Gewebestoffwechsel beeinträchtigen und anhaltende Schmerz- oder Reizsignale senden [6, 7]. Da solche funktionellen Spannungsmuster auf Röntgen- oder MRT-Bildern kaum sichtbar sind, bleiben sie in der apparativen Diagnostik oft unentdeckt – sind einer differenzierten manuellen Tastbefundung und körpertherapeutischen Begleitung jedoch gut zugänglich [1, 4, 8].
Unsere vier therapeutischen Schwerpunktbereiche im Detail
Hier finden Sie die detaillierte Aufschlüsselung unserer vier Schwerpunktbereiche mit direkter Verlinkung zu den jeweiligen Fachseiten:
1. Becken, Beckenboden, Unterbauch, Blase, Genitalien & Rektum (Nr. 7–12)
Im Rahmen unserer spezialisierten Beckentherapie Bruckmann begleiten wir Frauen und Männer mit chronischen Schmerzen, Missempfindungen und funktionellen Einschränkungen im gesamten urogenitalen und proktologischen Bereich [1, 9]:
→ Beckenbodenbeschwerden (Nr. 9)
Hypertoner (chronisch angespannter) Beckenboden, Sitzschmerzen, Druck- und Fremdkörpergefühl, Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr (Dyspareunie, Vaginismus, Vulvodynie) sowie funktionelle Erektionsstörungen [1].
→ CPPS & abakterielle Prostatitis (Nr. 10)
Chronisches Beckenschmerzsyndrom (Chronic Pelvic Pain Syndrome) bei Mann und Frau, ziehende Schmerzen in Damm, Hoden, Penis, Blase oder Leisten ohne Bakteriennachweis [1, 9].
→ Pudendusneuralgie (Nr. 11)
Brennende, stechende oder elektrisierende Nervenschmerzen im Damm-, Genital- und Analbereich durch myofasziale Engpässe entlang des Nervus pudendus (z. B. im Alcock-Kanal) [1, 6].
→ Unterbauch- & Blasenbeschwerden (Nr. 7)
Unerklärliche Unterbauchschmerzen, funktioneller Blähbauch, Reizblase, ständiger Harndrang, Miktionsstörungen (verzögerter Harnstrahl, Restharngefühl) und Narbenspannungen [1, 4].
→ Regelschmerzen & Endometriose (Nr. 8)
Starke Menstruationskrämpfe (Dysmenorrhoe) und anhaltende Unterleibsschmerzen bei Endometriose (auch nach Bauchspiegelung/OP) im Zusammenhang mit erhöhter Spannung in Bauch-, Hüft- und Beckenbodenmuskulatur [1].
→ Analfissur & Afterschmerzen (Nr. 12)
Anhaltende, chronische Analfissuren, reflektorische Schließmuskelkrämpfe (Sphinkterspasmus), Proktalgia fugax, Steißbeinschmerzen (Coccygodynie) und erschwerte Darmentleerung [1].
2. Rücken, ISG, Hüfte, Gesäß & Beine (Nr. 5 & 6) – Buch „Rückenschmerzen selbst behandeln“ [2]
Bei rund 85 % aller chronischen Rückenschmerzen stehen nicht strukturelle Bandscheibenschäden, sondern funktionelle Spannungen in der Muskulatur und eine verminderte Gleitfähigkeit der Faszien (z. B. der großen Rückenfaszie oder des tiefen Hüftbeugers M. iliopsoas) im Vordergrund [2, 7, 8]:
- Rückenschmerzen im unteren und oberen Rücken (Nr. 5): Chronische Kreuzschmerzen (Lumbalgie), akute Verkrampfungen (Hexenschuss), Schmerzen zwischen den Schulterblättern sowie funktionelle Haltungsmuster wie Hohlkreuz oder Rundrücken [2, 8].
- ISG-Beschwerden – Iliosakralgelenk (Nr. 6): Funktioneller Beckenschiefstand, tiefe Gesäßschmerzen (Piriformis-Syndrom / pseudoradikuläre Ausstrahlungen) und Schmerzen am Kreuzbein [2, 6].
- Hüft-, Leisten-, Knie- und Fußbeschwerden: Myofasziale Bewegungseinschränkungen und Zugspannungen beim Gehen, Bücken, Treppensteigen oder Aufstehen [2, 4].
3. Nacken, Hals, Schultern, Kiefer & Kopf (Nr. 1 & 2) – Buch „Kloß im Hals“ [3]
Unbewusstes Hochziehen der Schultern am Bildschirm, nächtliches Zähneknirschen oder eine vorgeschobene Kopfhaltung führen häufig zu hartnäckigen Spannungen und Missempfindungen im oberen Körperbereich [3, 6]:
- Kloß im Hals – Globusgefühl (Nr. 1): Fremdkörper- und Engegefühl im Hals, Räusperzwang, Schluck- und Stimmstörungen ohne organischen HNO-Befund [3].
- Nacken-, Hals- und Schulterbeschwerden (Nr. 2): Steifer Nacken, eingeschränkte Kopfdrehung, brennende Schultern sowie Ausstrahlungen in Arme und Hände [3, 6].
- Kieferbeschwerden (CMD), Kopfschmerzen & Schwindel: Spannungskopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Zähnepressen (Bruxismus), Ohrendruck, Tinnitus und funktioneller Schwindel aus dem Nacken [3, 4].
4. Atmung, Zwerchfell & Brustkorb (Nr. 3 & 4)
Die Atmung bildet das funktionelle Bindeglied zwischen unserem vegetativen Nervensystem, dem Brustkorb, der Bauchdecke und dem Beckenboden [1, 4]. Sind Atemmuskeln (wie Zwerchfell, Zwischenrippenmuskeln und Bauchwand) chronisch verspannt, können belastende Symptome auftreten, obwohl Lunge und Herz fachärztlich gesund sind:
→ Brustkorbschmerzen & Brustwandsyndrom (Nr. 3)
Stechende oder drückende Schmerzen am Brustkorb, am Brustbein oder zwischen den Rippen (Interkostalneuralgie), funktionelle Herzbeschwerden (nach kardiologischem Ausschluss) und Oberbauchdruck [4, 6].
→ Funktionelle Atembeschwerden (Nr. 4)
Gefühl der Atemenge („nicht richtig tief durchatmen können“), Lufthunger, Gähnzwang, eingeschränkte Bauchatmung, Stressatmung sowie chronischer Reizhusten ohne Lungenbefund [3, 4].
Kostenloser Selbsttest: Können meine Beschwerden muskulär und faszial mitbedingt sein?
Wenn Sie unter Beschwerden im Becken-, Blasen-, Unterbauch- oder Genitalbereich leiden und prüfen möchten, ob Spannungen in Muskulatur und Faszien als funktioneller Faktor infrage kommen, nutzen Sie gerne unsere kostenlose PDF-Checkliste:
Unsere Therapieformen & Konzepte im Überblick
Erfahren Sie hier im Detail, wie wir Ihre Beschwerden im Rahmen einer manuellen Tastbefundung untersuchen und den therapeutischen Prozess gestalten:
- Spezialisiertes Beckenkonzept: Behandlungskonzept „Unter der Gürtellinie“: Beckentherapie Bruckmann
- Sensomotorische Körpertherapie: Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®)
- Untersuchung & Behandlungsablauf: Ablauf der ersten Behandlung (1,5 bis 2 Stunden) & Folgebehandlungen
- Therapeutischer Leitfaden: Leitfaden: Körpertherapie & Beckentherapie Bruckmann
- Bindegewebe & Wissenschaft: Manuelle Faszienbehandlung & aktuelle Faszienforschung
- Endokrine Regulation: Hormon-Balance: Speicheldiagnostik & bioidentische Hormone
Ihr nächster Schritt: Abklärung & Begleitung in der Praxis Bruckmann
Wenn ärztliche Untersuchungen keinen organischen Befund ergeben haben oder Ihre Beschwerden trotz bisheriger Maßnahmen anhalten, begleiten wir Sie gerne persönlich vor Ort sowie mit strukturierten Programmen zur Selbsthilfe:
1. Untersuchung vor Ort & Online-Sprechstunde
Vereinbaren Sie einen Termin zur manuellen Tastbefundung und körpertherapeutischen Begleitung an unseren Standorten in Saarbrücken (Pestelstr. 4) oder Neustadt an der Weinstraße (Hauptstr. 93–95) – oder besprechen Sie Ihre Fragen vorab in unserer Online-Sprechstunde.
Praxistermin buchen Online-Sprechstunde2. Selbsthilfe: Buch, Kurse & App
Werden Sie selbst aktiv mit unseren Fachbüchern („Unter der Gürtellinie“, „Rückenschmerzen selbst behandeln“, „Kloß im Hals“ von Renate Bruckmann & Tilo Mörgen), unseren Online-Kursen sowie der kostenlosen App GesundMove.
Zu den Online-Kursen Buch „Unter der Gürtellinie“ Kostenlose App GesundMoveRechtlicher & medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der neutralen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung oder Diagnose. Es werden keine Heil- oder Wirkversprechen abgegeben. Bitte beachten Sie unseren Disclaimer Medizin & Rechtlichen Hinweis sowie die ausführlichen Hinweise zum medizinischen Ausschluss.


